Wolken vor blauem Himmel

Hypnosetherapie – Was ist das?

Trotzdem ich nun seit vielen Jahren in eigener Praxis Hypnosetherapie anbiete, gibt es immer noch viele Missverständnisse und Ängste dagegen. Immer wieder habe ich Klienten, denen abgeraten wurde, Hypnose zu nutzen und zum Glück trotzdem gekommen sind. Wobei sich mir dadurch die Frage stellt, wie viele Leidende gibt es denn, die nicht kommen?

Daher ist es mir ein Anliegen, hier nochmal aufzuklären, was Hypnose ist, wie und warum sie funktioniert.

Erstmal geht es darum, was Hypnose NICHT ist: Hypnosetherapie (oder auch bekannt als „Hypnotherapie“) ist nichts Esoterisches oder Okkultes. Es hat nichts mit Schlafen oder „weg sein“ zu tun. Es gibt in der Therapie weder Kontrollverlust noch Manipulation. Hypnose verändert weder die Persönlichkeit noch den Charakter.

In der Hypnose gehen wir durch die Arbeitstrance in einen anderen Bewusstseinszustand, dem Somnambulismus. Hier schlafen wir nicht, eher das Gegenteil ist der Fall: Die Aufmerksamkeit und damit auch die Hirnaktivität ist um ein Vielfaches höher. Dabei hilft der Therapeut dem Klienten, diesen Zustand zu erreichen. Dies ist eine Entscheidung, die der Klient trifft, nicht der Therapeut. Jede Hypnose ist somit eine Selbsthypnose. Zu jeder Zeit hat der Klient die Kontrolle und kann die Therapie abbrechen.

Um zu verstehen, wie Hypnose wirkt, ist es wichtig zu verstehen, wie das Gehirn arbeitet. Unser Gehirn liebt Programme und bedient sich derer den ganzen Tag. Diese Programme werden hauptsächlich in der Kindheit entwickelt und auch später mit viel Übung. Diese Programme sind Automatismen wie z. B. Schuhe binden, Fahrrad fahren, lesen, etc. Sie werden in unbewussten Strukturen gespeichert und abgerufen. Das ist auch sehr praktisch und gibt uns die Möglichkeit, sich bewusst anderen Aufgaben zu widmen.

Wir haben aber auch Programme, die nicht nützlich sind. Sie zeigen sich in Angstreaktionen, Panikattacken oder auch durch Rauchen oder Essen. Auch depressive Verstimmungen können Zeichen für ein unbewusstes Programm sein. Aussagen wie „Ich kann nichts dagegen machen“, „Es passiert einfach“, oder „Ich weiß es ja, aber es fühlt sich trotzdem so an…“. Oft fühlt man sich fremdgesteuert. Und das stimmt im Grunde genommen auch. Unser Unterbewusstsein bestimmt 95% unserer Entscheidungen und Handlungen. Und bedient sich dabei der alten Programme. Es ist also sehr mächtig und mit dem Bewusstsein nur schwer zu kontrollieren.

In der Hypnose, also in dem veränderten Bewusstseinszustand, können wir auf diese Programme zugreifen und neu bewerten. Der Therapeut hilft dem Klienten dabei, seine eigenen Lösungen zu finden.  Und so kann das Unterbewusstsein eine andere Entscheidung treffen und so ein anderes Verhalten ermöglichen. Mit anderen Gefühlen, mehr Abstand und meist rationaler. Und dann können wir durch die Hypnosetherapie viel in unserem Leben und Gefühlen verändern. Ohne Nebenwirkungen, ohne Tabletten, ursachenorientiert und damit nachhaltig.

Das beste Ergebnis erzielen wir, wenn wir zusammenarbeiten. Hypnosetherapie ist nichts, was der Therapeut mit seinem Klienten macht. Vielmehr ist die Offenheit des Klienten wichtig, in den Prozess einzusteigen und sich aktiv zu beteiligen.

Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse wecken, einfach mal etwas anderes auszuprobieren. Bitte melden Sie sich bei Fragen ganz unverbindlich. Geben Sie dieser tollen, innovativen und wirksamen Therapiemethode eine Chance.

Petra Donner

Ich verzichte in diesem Beitrag auf geschlechtliche Gleichstellung. Ich hoffe, dass sich trotzdem jeder angesprochen fühlt.

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