Oder: Wie entscheidest Du Dich?

Wieder eine provokante Aussage mit einer fordernden Frage! Ich erkläre meinen Klienten oft „Es gibt Probleme, die lassen sich lösen und es gibt Probleme, die lassen sich nicht lösen. Wie bewerten Sie Ihr Problem?“ Diese Frage bestimme ich auch immer wieder in meinem Leben. Es gibt immer wieder Situationen, die kann ich nicht ändern. Es ist einfach so, wie es ist. Das Wetter ist ein einfaches Beispiel. Die Sonne scheint, oder eben nicht. Es regnet oder eben nicht. Das liegt nicht in meinem Entscheidungsbereich. Was ich aber entscheiden kann: „Was macht das mit mir??“ Schon allein der äußere Umstand, die klimatischen Bedingungen, die Berufsgruppe kann dies unterschiedlich bewerten: In der Wüste freue ich mich über Regen; wenn es schon seit Wochen regnet, wäre die Sonne willkommen und Landwirte bewerten Regen immer unterschiedlich.

Aber wie entscheide ich mich ganz persönlich? Ich darf selbst entscheiden, was ich denke. Vergleiche sind hier manchmal eine schlechte Wahl, um mich gut zu fühlen. Und das ist es doch, was wir in diesem Leben erreichen wollen, oder? Dies kann ich natürlich erreichen, wenn ich in einem Vergleich gut abschneide, aber es liegt wohl leider in der Natur des Menschen, sich Vergleiche zu suchen, die ihn ins Hintertreffen schicken.

Also lasse ich das sein. Wie aber mache ich das Beste in der Situation? Ich nehme die Herausforderung an, zum Hirnbenutzer zu werden und lege die Rolle des einfachen Hirnbesitzers ab. Das ist natürlich nicht leicht und es gibt Situationen, in denen mir das leichter gelingt und manchmal auch gar nicht. Die Momente in den sich alle, ja die ganze Welt gegen mich verschworen hat!

Aber die Momente in denen mir das gelingt sind die Entscheidenden. In denen es mir gelingt, das Gute zu erkennen. Diese nehme ich mit Achtsamkeit wahr und geniesse sie. Neurologisch gesehen, ist es so, dass sich Gedanken über neuronale Bahnen verknüpfen. Und nun ist ein kleiner Pfad des „anderen Denkens“ gelegt. Eine kleiner Feldweg in meinem Gehirn neben der Autobahn von den üblichen ferngesteuerten Gedanken. Ein kleiner Bach von Selbstkontrolle neben dem Strom von Glaubenssätzen und Überzeugungen der anderen, die gar nicht meine sind.

Nun gilt es diesen Feldweg immer wieder zu gehen, zu pflastern, ausbauen und zu planieren und asphaltieren, autonom zu befahren, so dass die vorherige Autobahn veraltet ist, nicht mehr gern befahren wird. Der neue Weg wird zu der bevorzugten Route in meinem eigenen Navigationssystem. Und es gilt den Bach immer wieder mit frischem Wasser zu befüllen, aus neuen Quellen „beeinflussen“ zu lassen, so dass dieser Bach zu dem Strom wird, der dem alten Strom das Wasser entzieht, so dass dieser verkümmert und nur noch als Unterschlupf für kleine Fische dient.

Wie entscheidest Du Dich also? Es ist, wie es ist, es ist nicht zu ändern. Aber es wird, was Du daraus machst, wie Du Dich der Situation stellst. Gibst Du auf? Alle anderen sind Schuld an deinem Leid? Überlässt Du Dich Deiner Ohnmacht, oder nimmst Du die Macht an, die Du Dir selbst geben kannst durch die Kraft Deiner Gedanken? Denke größer, erweitere das Spektrum, denke langfristig. So kannst Du Schritt für Schritt einen Weg in ein ausgeglichenes, selbst gesteuertes Leben beginnen. Mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge.

Du darfst auf Deine Gedanken achten und sie für Dich nutzen!

Liebe GrüßeEure Petra

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